Dateibenennung im Familienarchiv

Die Dateibenennung ist die erste Ordnungsebene meines digitalen Familienarchivs. Sie sorgt dafür, dass Fotos, Videos und Begleitdateien auch ohne Datenbank chronologisch sortierbar und eindeutig zuordenbar bleiben.

Diese Seite beschreibt die verbindliche Namensregel. Der praktische Arbeitsablauf zur Anwendung dieser Regel steht im Artikel Bilder im Fotoarchiv standardisieren.

Ordnerstruktur und Dateibenennung im Fotoarchiv
Dateinamen sind die erste Ordnungsebene, Metadaten die zweite.

Inhalt

Grundsatz

Der führende Zeitstempel ist die kanonische Archiv-ID. Er steht am Anfang des Dateinamens und darf durch spätere Bearbeitung, Video-Normierung, Vorschauen, Kontaktbögen oder XMP-Sidecars nicht verändert werden.

Archivregel: Der Dateiname bleibt kurz und stabil. Inhaltliche Details wie Personen, Orte, Ereignisse oder Beschreibungen gehören in Metadaten und XMP, nicht in immer längere Dateinamen.

Kanonisches Schema

Das verbindliche Schema lautet:

YYYYMMDD_HHMMSS_IDENTIFIER.ext

Dieses Schema ist bewusst technisch und kurz. Es dient der stabilen Sortierung und Zuordnung. Die inhaltliche Archivbeschreibung entsteht in der zweiten Ebene: Titel, Beschreibung, Personen, Orte, Schlagwörter und Ereignisse.

Bestandteile

Teil Bedeutung Regel
YYYYMMDD Datum Achtstelliges Aufnahmedatum oder bestmöglich belegter Archivzeitpunkt.
HHMMSS Uhrzeit Sechsstellig; wenn keine verlässliche Uhrzeit existiert, wird bewusst eine nachvollziehbare Ersatzregel angewendet.
IDENTIFIER Datei-ID Kurze Kennung wie IMG_00023, VID_00023 oder eine stabile Ersatzkennung.
ext Dateiendung Die Dateiendung bleibt passend zum tatsächlichen Dateiformat.

Beispiele

20260605_190802_IMG_00023.jpg
20260605_190802_VID_00023.mp4
20260605_190802_IMG_SCAN0007.dng

Fotos erhalten in der Regel eine IMG-Kennung, Videos eine VID-Kennung. Erkannte Kamera-, Geräte- oder Herkunftsnummern bleiben erhalten, soweit sie zur eindeutigen Zuordnung beitragen.

Zusatzdateien

Begleitdateien verwenden denselben Stammnamen wie die Quelldatei. Dadurch bleiben Original, XMP, Vorschaubild, Kontaktbogen und gegebenenfalls eine normierte Nutzversion direkt zusammengehörig.

20260606_120000_VID_0001.mp4
20260606_120000_VID_0001_preview.jpg
20260606_120000_VID_0001_contactsheet.jpg
20260606_120000_VID_0001.xmp

Wenn für ein technisch altes oder problematisches Video eine zusätzliche Nutzversion erzeugt wird, erhält sie ausschließlich das Suffix _vid_norm:

20260606_120000_VID_0001.avi
20260606_120000_VID_0001_vid_norm.mp4

Einschübe wie _org_ oder _norm_ innerhalb des Archivnamens werden nicht verwendet, weil sie die logische Archiv-ID unterbrechen.

Was nicht in den Dateinamen gehört

Der Dateiname beschreibt nicht den kompletten Inhalt. Personen, Orte, Anlässe, Bewertungen, Beschreibungen, Rechtehinweise und Schlagwörter werden in Metadaten gepflegt. XMP-Sidecars sind dafür die dauerhafte Begleitschicht außerhalb einer einzelnen Programmdatenbank.

So bleibt der Dateiname stabil, während die inhaltliche Beschreibung wachsen und verbessert werden kann.

Anwendung im Arbeitsablauf

Die hier beschriebene Regel ist die Grundlage. Der eigentliche Ablauf für neue Dateien, technische Prüfung, Begleitdateien und Übernahme ins Archiv ist separat beschrieben:

Bilder im Fotoarchiv standardisieren

Hinweis: Diese Seite dokumentiert die Namensregel. Sie veröffentlicht bewusst keinen Programmcode und keine vollständige Automationslösung.