Archiv-Statut

Familienarchiv „Familiensaga Beuchel“

Version 1.0 / gültig ab 2026

Präambel

Dieses Archiv dient der dauerhaften Sicherung der familiären Herkunft, der biografischen Entwicklungen und der historischen Einordnung der Familie Beuchel.

Es verfolgt keinen kurzfristigen IT-Zweck, sondern eine generationenübergreifende Dokumentation.

Ziel ist Stabilität, Nachvollziehbarkeit und Langzeitverfügbarkeit.

Inhaltsübersicht

1. Archivprinzip

Das Archiv beruht auf vier Ebenen:

  1. Papieroriginal als juristische Primärquelle
  2. Digitales Master-Dokument als TIFF
  3. Arbeitskopie als PDF
  4. Kontextdokumentation als Markdown in Obsidian

Keine Ebene ersetzt eine andere. Alle Ebenen ergänzen sich.

Bilder werden im Bilderarchiv mit digiKam verwaltet. Dokumente werden als eigene Dokumentenbestände im DMS geführt. Die Kontext- und Personenlogik bleibt in der Obsidian-Vault dokumentiert.

2. Führendes System

Die Personenakte in der Obsidian-Vault ist das strukturierende System. Paperless oder andere DMS-Systeme sind rein unterstützende Werkzeuge für Suche und Komfort.

Die inhaltliche Führung liegt ausschließlich in der dateibasierten Struktur der Vault.

Das Bilderarchiv und das Dokumentenarchiv erfüllen unterschiedliche Aufgaben: digiKam dient der Bildverwaltung, das DMS der strukturierten Dokumentenablage. Beide Systeme liefern Arbeits- und Suchfunktionen, ersetzen aber nicht die inhaltliche Einordnung der Familiensaga.

3. Dokumentenregel

Für jedes relevante Dokument gilt:

  • Das Papieroriginal bleibt archiviert.
  • Der Master-Scan erfolgt als TIFF, 600 dpi, Farbe, verlustfrei.
  • Das PDF dient ausschließlich als Arbeitskopie.
  • Änderungen am Master sind unzulässig.

Abweichungen sind zu dokumentieren.

4. Strukturprinzip

Das Archiv ist personenzentriert aufgebaut.

Jede Person besitzt:

  • eine eigene Akte als Markdown-Datei
  • einen eigenen Dokumentenordner
  • klar benannte Dateien

Dokumente werden nicht lose gesammelt, sondern stets einer Person oder einem Ereignis zugeordnet.

Weniger ist mehr
Familiensaga Beuchel
Personen Orte Ereignisse Transkriptionen Dokumente

Wenige Hauptbereiche, klare Zuordnung, dauerhaft verständlich.

5. Datensicherheit

Es gilt die 3-2-1-Regel:

  • 3 Kopien
  • 2 unterschiedliche Speichermedien
  • 1 externer Aufbewahrungsort

Digitale Sicherungen erfolgen regelmäßig.

6. Integrität

Fakten, Erinnerungen und Interpretationen werden getrennt geführt.

Urkundentexte werden wortgetreu übernommen. Historische Einordnungen werden kenntlich gemacht.

Ziel ist Transparenz gegenüber nachfolgenden Generationen.

7. Zweckbindung

Das Archiv dient:

  • der familiären Erinnerung
  • der historischen Dokumentation
  • der Grundlage eines möglichen Buchprojekts

Es ist kein öffentliches Datenarchiv.

Die Regeln für Veröffentlichung, private Unterlagen und den Schutz lebender Personen sind ergänzend auf der Seite Quellenlage und familiäre Sichtweisen beschrieben.

8. Langzeitperspektive

Das Archiv soll unabhängig sein von:

  • spezifischer Software
  • Cloud-Diensten
  • Server-Infrastruktur
  • proprietären Datenbanken

Verwendet werden ausschließlich langfristig lesbare Formate wie TIFF, PDF und Markdown.

Eingesetzte Werkzeuge

Die eingesetzten Programme werden nach klaren Rollen genutzt. Sie unterstützen das Archiv, ersetzen aber nicht die archivische Ordnung.

Werkzeug Rolle im Archiv
Ahnenblatt Genealogische Erfassung und Stammdaten
Obsidian Kontextdokumentation, Personenakten und Markdown-Struktur
digiKam Bildverwaltung und Metadatenpflege
Paperless-ngx / DMS Dokumentenablage, OCR, Suche und Arbeitskopien

Führend bleibt die dokumentierte Struktur aus Personenakten, Dateien, Metadaten und nachvollziehbaren Regeln.

Solange dokumentiert wird, bleibt Geschichte nachvollziehbar. Solange erinnert wird, bleibt Identität erhalten.

Dieses Statut ist verbindliche Grundlage für alle weiteren Arbeiten im Projekt „Familiensaga Beuchel“.