Grundhaltung

Archivphilosophie

Ein gutes digitales Archiv beginnt nicht mit Software, sondern mit der Entscheidung, was langfristig erhalten und später noch verstanden werden soll.

Werkzeuge können suchen, ordnen und beschleunigen. Das Archiv selbst besteht aus verlässlichen Daten, Metadaten, Zusammenhängen und dokumentierten Regeln.

Analoge und digitale Archivbestände als Sinnbild für dauerhafte Wissensbewahrung
Weniger sammeln. Besser beschreiben. Langfristig erhalten.

Vier Leitprinzipien

Ziele vor WerkzeugenZuerst klären, was erhalten bleiben soll und wer den Bestand später verstehen muss.
Struktur statt SammlungBewusste Auswahl, klare Regeln und nachvollziehbare Zusammenhänge sind wichtiger als Datenmenge.
Offene und exportierbare DatenDateien und Metadaten dürfen nicht dauerhaft an ein einzelnes Programm oder einen Cloud-Dienst gebunden sein.
ÜbergabefähigkeitEin Archiv ist erst belastbar, wenn andere Menschen es verstehen, prüfen und weiterführen können.

Digitale Souveränität

Programme, Betriebssysteme, Lizenzen und Anbieter verändern sich. Deshalb müssen maßgebliche Inhalte und Metadaten in offenen, exportierbaren Dateien erhalten bleiben.

Zur dauerhaften Nutzbarkeit gehören außerdem dokumentierte Abläufe, geprüfte Sicherungen und die Möglichkeit, den Bestand später ohne Wissensverlust zu migrieren.

Das Archiv muss auch ohne mich verständlich bleiben.

Vom Grundsatz zur Regel

Die Philosophie beschreibt die Haltung. Die folgenden Seiten übertragen sie in konkrete Regeln und Arbeitsweisen.

In der Praxis